Welche digitalen CBT-I-Schlaflosigkeits-Apps werden jetzt von europäischen Krankenkassen erstattet?
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Die Erstattung digitaler CBT-I in Europa hängt jetzt vollständig davon ab, in welchem Land Sie leben
Deutschland übernimmt die Kosten für zwei namentlich genannte Apps vollständig, das Vereinigte Königreich nur in einigen Postleitzahlgebieten, und Frankreich bietet lediglich eine begrenzte Ausweichlösung – hier erfahren Sie genau, wie Ihre Versicherung im Jahr 2026 aufgestellt ist.
Erstattung digitaler CBT-I in Europa: Was „übernommen“ tatsächlich bedeutet
Die Erstattung digitaler CBT-I in Europa hängt inzwischen fast ausschließlich davon ab, welches Land Ihre Krankenversicherungskarte ausgestellt hat. Eine über eine App durchgeführte kognitive Verhaltenstherapie bei Schlaflosigkeit (CBT-I) ist die von europäischen Schlafgesellschaften empfohlene Erstbehandlung. Ob ein Versicherer sie bezahlt, reicht jedoch innerhalb desselben Kontinents von vollständiger Erstattung bis hin zu keinerlei Kostenübernahme. Deutschland übernimmt die Kosten für zwei namentlich genannte Apps vollständig. Das Vereinigte Königreich bietet eine davon in Teilen des NHS kostenlos an. Frankreich hat überhaupt keinen standardisierten Versorgungsweg. Patienten erfahren dies oft erst, nachdem ein Hausarzt oder eine Online-Schlafklinik-Beratung bereits eine CBT-I-App empfohlen hat und sie anschließend auf eine Bezahlschranke stoßen, von der ihr Versicherer nie etwas erwähnt hat.
Dieser Leitfaden erläutert genau, welche Programme in welchem Land, zu welchem Preis und unter welchen Bedingungen im Jahr 2026 erstattet werden. Er weist außerdem auf eine Lücke hin, die in Erstattungsleitfäden selten erwähnt wird: Schlaflosigkeit und nicht diagnostizierte Schlafapnoe treten häufig gemeinsam auf, sodass eine CBT-I-App allein nicht jeden Fall lösen kann.
Chronische Schlaflosigkeit betrifft laut einer 2023 in PMC veröffentlichten epidemiologischen Übersichtsarbeit der European Sleep Research Society und des European Insomnia Network im Durchschnitt etwa 10 % der Erwachsenen in Europa, wobei die Raten je nach Messmethode zwischen 5,8 % und 34,8 % liegen. Unbehandelt verursachen Schlaflosigkeit, Schlafapnoe und das Restless-Legs-Syndrom zusammen schätzungsweise 158 Milliarden € pro Jahr an Kosten für die europäische Wirtschaft. Laut einer 2026 im European Journal of Neurology veröffentlichten Studie entfallen diese ungefähr zu gleichen Teilen auf direkte medizinische Ausgaben und indirekte Kosten wie Produktivitätsverluste. Genau deshalb sind mehrere Gesundheitssysteme inzwischen bereit, eine App statt einer Therapiesitzung auf der Couch zu bezahlen.
Deutschland: Das einzige Land mit vollständiger Erstattung digitaler CBT-I
Deutschland ist das einzige europäische Land, in dem die Erstattung digitaler CBT-I automatisch, vollständig und landesweit verfügbar ist. Sie erfolgt über das DiGA-System (Digitale Gesundheitsanwendungen), eine staatlich zugelassene Liste digitaler Gesundheits-Apps, für die jede gesetzliche Krankenkasse aufkommen muss, sobald ein Arzt oder Psychotherapeut ein Rezept ausstellt oder ein Patient es direkt über einen Diagnosecode anfordert.
Derzeit sind zwei speziell auf Schlaflosigkeit ausgerichtete Apps in diesem Verzeichnis gelistet. Somnio wird für einen festen Preis von 224,99 € für einen Verschreibungszeitraum von 90 Tagen erstattet, Somnovia für 236 € für denselben Zeitraum, laut den Einträgen im DiGA-Verzeichnis des BfArM (2025–2026). Patienten müssen über die üblichen gesetzlichen Zuzahlungsregeln hinaus, die für die meisten Verschreibungen gelten, nichts aus eigener Tasche bezahlen; eine vorherige Genehmigung ist nicht erforderlich, wie es bei langlebigen medizinischen Hilfsmitteln häufig der Fall ist. Im März 2025 waren laut Med Tech Reimbursement Consulting insgesamt 59 digitale Gesundheits-Apps für alle Erkrankungen im deutschen Verzeichnis als erstattungsfähig gelistet; Schlaflosigkeit gehörte dabei zu den etablierteren Kategorien.
Die Regeln ändern sich 2026 erneut. Das deutsche DiGA-System wird auf eine ergebnisbasierte Preisgestaltung umgestellt, die als AbEM bezeichnet wird. Dabei werden mindestens 20 % des erstatteten Preises einer App an gemessene Patientenergebnisse statt an einen pauschal ausgehandelten Satz gekoppelt. Hersteller müssen BfArM nun kontinuierlich Ergebnisdaten melden, damit ihre Listung und Preisgestaltung gemäß Analysen des DiGA-Verfahrens von Med Tech Reimbursement Consulting bestehen bleiben. In der Praxis bedeutet dies, dass sich die Preise für Somnio und Somnovia im Laufe des Jahres 2026 ändern könnten, sobald Leistungsdaten vorliegen; der Erstattungsmechanismus selbst bleibt jedoch bestehen. Einen Überblick über die weiter gefassten Regeln zur Versorgung von Schlafstörungen durch deutsche gesetzliche Krankenkassen, einschließlich der Diagnostik und Versorgung bei Apnoe, finden Sie in unserem Schritt-für-Schritt-Leitfaden zur Kostenübernahme der Krankenkasse für die Behandlung von Schlafapnoe.
- Somnio (224,99 € / 90 Tage) und Somnovia (236 € / 90 Tage) sind die einzigen im DiGA-Verzeichnis gelisteten Apps gegen Schlaflosigkeit und werden von jeder gesetzlichen Krankenkasse vollständig bezahlt.
- Jeder Arzt und jede Psychotherapeutin bzw. jeder Psychotherapeut kann sie verschreiben; eine Überweisung an ein Schlafzentrum ist nicht erforderlich.
- Ab 2026 sind gemäß den neuen AbEM-Regeln mindestens 20 % des erstatteten Preises an die Berichterstattung über Behandlungsergebnisse gekoppelt.

Vereinigtes Königreich: Kostenlos über den NHS, aber nicht überall
Das Vereinigte Königreich erstattet digitale CBT-I über eine nationale Empfehlung zur Kosteneffektivität und nicht über ein festes Preisverzeichnis. Im Mai 2022 veröffentlichte das National Institute for Health and Care Excellence (NICE) die Leitlinie Medical Technologies Guidance MTG70 und empfahl Sleepio als kostensparend gegenüber der üblichen primärärztlichen Versorgung – zu einem Anbieterpreis von 45 £ pro Patient. Diese Empfehlung stützte sich auf 12 randomisierte kontrollierte Studien, die zeigten, dass die App herkömmliche Ratschläge zur Schlafhygiene übertraf und die Abhängigkeit von der Verschreibung von Schlafmitteln verringerte.
Der Haken ist, dass eine NICE-Empfehlung kein landesweites Erstattungsgebot darstellt, wie es bei DiGA in Deutschland der Fall ist. Die Kostenübernahme läuft weiterhin über einzelne NHS-Gesundheitsbehörden und Integrated Care Boards (ICBs), die lokal entscheiden, ob sie die App beauftragen. Sleepio ist im NHS Schottland landesweit sowie über mehrere englische ICBs am Nutzungsort kostenlos verfügbar und wird üblicherweise über eine Überweisung durch den Hausarzt oder einen IAPT-Dienst (Gesprächstherapien) genutzt. In Gebieten, die Sleepio nicht beauftragt haben, müssen Patienten die Kosten selbst tragen oder auf eine Überweisung zu einer persönlichen CBT-I-Behandlung warten, für die lange Wartezeiten entstehen können.
Dieses Flickwerk spiegelt ein umfassenderes Muster in der britischen Schlafversorgung wider: Diagnose- und Überweisungswege für sowohl Schlaflosigkeit als auch Schlafapnoe bei Piloten führen zunehmend über Fernkonsultationen statt über persönliche Kliniktermine – eine Entwicklung, die in unserer Übersicht über telemedizinische Schlafkliniken in Europa ausführlich behandelt wird.
- Sleepio wird von NICE bei Kosten von 45 £ pro Patient als kostensparend empfohlen, basierend auf 12 randomisierten kontrollierten Studien.
- Der kostenlose Zugang hängt von der lokalen Beauftragung durch den NHS ab, nicht nur vom Wohnsitz im Vereinigten Königreich; in Schottland ist er landesweit verfügbar.
- Fragen Sie direkt Ihren Hausarzt oder Ihr ICB, anstatt allein aufgrund der NICE-Empfehlung von einer Kostenübernahme auszugehen.
Frankreich: Noch keine reguläre Erstattung, nur eine begrenzte Ausweichlösung
Frankreich erstattet derzeit keine digitale CBT-I-App über den regulären Krankenversicherungsweg. Keine Schlaflosigkeits-App hat bisher das durch französische Behörden als „remboursement de droit commun“ bezeichnete Verfahren durchlaufen – den regulären Weg zur Aufnahme in die Liste der von Versicherern erstatteten Behandlungen, der für die meisten zugelassenen Medizinprodukte gilt.
Die derzeit einzige verfügbare Ausweichlösung ist ein beschleunigtes Verfahren für den frühzeitigen Zugang namens PECAN (forfait innovation numérique), ein befristeter Förderweg für digitale Innovationen, über den französische Behörden ein vielversprechendes digitales Therapeutikum erstatten können, bevor es das vollständige Standardverfahren abgeschlossen hat. Gemäß dem Dekret vom 22. April 2024, das die Zahlungsregeln für PECAN festlegt, zahlt die Assurance Maladie zunächst eine Pauschale von 435 € für die ersten drei Monate und anschließend 38,30 € pro Monat, bis zu einem Höchstbetrag von 780 € pro Patient und Jahr, so die französische nationale Agentur für digitale Gesundheit (Agence du Numérique en Santé) und die Assurance Maladie. Der Zugang wird von Fall zu Fall entschieden und nicht automatisch gewährt, wie es bei einer DiGA-Verordnung in Deutschland der Fall ist. Außerhalb dieses engen Wegs müssen französische Patienten derzeit den vollständigen Preis jeder CBT-I-App selbst bezahlen oder auf eine Kostenübernahme durch den Arbeitgeber oder eine zusätzliche Mutuelle-Versicherung zurückgreifen, sofern ihr privater Tarif digitale Therapeutika einschließt.
- Stand 2026 wird keine CBT-I-App regulär in Frankreich erstattet.
- PECAN ist eine befristete, gedeckelte Übergangslösung für den frühen Zugang (780 € pro Jahr und Patient gemäß der Zahlungsregelung vom April 2024) und keine dauerhafte Erstattungsgarantie.
- Die meisten französischen Patienten zahlen weiterhin selbst oder verlassen sich auf eine Zusatzleistung ihrer Mutuelle.

Italien, Spanien, die Niederlande und Belgien: Vorerst Selbstzahler
Der Großteil des übrigen Europas verfügt überhaupt über kein landesweites Erstattungssystem für digitale CBT-I-Angebote. Italien, Spanien, die Niederlande und Belgien haben kein Pendant zum deutschen DiGA-Verzeichnis oder zum NICE-Technologiebewertungsverfahren des Vereinigten Königreichs speziell für Schlaflosigkeits-Apps. Patienten in diesen Märkten gehören im Allgemeinen einer von drei Gruppen an: Sie zahlen den Listenpreis der App direkt, nutzen sie über eine private Krankenversicherungs-Zusatzleistung oder eine vom Arbeitgeber finanzierte Gesundheitsleistung oder werden über einen öffentlichen psychosozialen Dienst zu einer herkömmlichen persönlichen CBT-I-Behandlung überwiesen, für die typischerweise längere Wartezeiten gelten als für ein app-basiertes Programm.
Dies ist nicht unbedingt dauerhaft so. Mehrere dieser Länder entwickeln für andere App-Kategorien derzeit erst Rahmenbedingungen für die Erstattung digitaler Gesundheitsangebote, und spezifische Einträge für Schlaflosigkeit könnten in den kommenden Jahren nach dem deutschen Modell folgen. Derzeit wird ein Patient in Amsterdam, Mailand, Barcelona oder Brüssel jedoch über seine nationale Krankenkasse keine erstattete CBT-I-App finden.
Digitale CBT-I-Erstattung in Europa im Ländervergleich
Die folgende Tabelle fasst den Stand der Erstattung digitaler CBT-I-Angebote in den oben behandelten Märkten zusammen, gültig für 2026.
| Land | Erstattungsstatus | Versorgungsweg / Programm | Patientenkosten | Verordnungsweg |
|---|---|---|---|---|
| Deutschland | Landesweit vollständige Erstattung | DiGA (Somnio, Somnovia) | 0 € über die üblichen Zuzahlungsregelungen hinaus | Beliebiger Arzt oder Psychotherapeut |
| Vereinigtes Königreich | Nur in einigen Regionen kostenlos | NICE MTG70 (Sleepio) | Kostenlos über NHS Scotland und einige englische ICBs; andernorts voller Preis | Überweisung durch Hausarzt oder IAPT |
| Frankreich | Keine reguläre Erstattung | PECAN-Pauschale für digitale Innovation (begrenzte Übergangslösung) | Bis zu 780 € pro Jahr über PECAN (Verordnung von 2024); andernfalls voller Selbstzahlerpreis | Genehmigung im Einzelfall |
| Italien, Spanien, Niederlande, Belgien | Noch keine landesweite Erstattung | Keine | Voller Selbstzahlerpreis oder private/arbeitgeberfinanzierte Zusatzleistung | Selbstzahlung oder private Überweisung |
So finden Sie heraus, ob Ihre CBT-I-App erstattet wird
Die Prüfung der Anspruchsberechtigung umfasst einige konkrete Schritte und sollte nicht auf Vermutungen beruhen; außerdem unterscheidet sich das Verfahren je nach Land.
1Zuerst nach dem Diagnosecode fragen
Bitten Sie in Deutschland Ihren Arzt oder Psychotherapeuten, den ICD-10-Code zu bestätigen, den er verwenden wird (typischerweise einen Code im Zusammenhang mit Schlaflosigkeit), bevor Sie ein DiGA-Rezept anfordern, da die Erstattung direkt an diesen Code gebunden ist.
2Lokale Kostenübernahme im Vereinigten Königreich prüfen
Wenden Sie sich direkt an Ihre Hausarztpraxis oder Ihr Integriertes Versorgungsboard und fragen Sie, ob Sleepio oder eine andere von NICE empfohlene digitale Therapie derzeit in Ihrer Region beauftragt wird, da nationale Leitlinien keine lokale Finanzierung garantieren.
3Nach der PECAN-Berechtigung in Frankreich fragen
Französische Patienten sollten ihren verschreibenden Arzt fragen, ob eine bestimmte App derzeit den Status eines frühen PECAN-Zugangs besitzt, da dies der einzige Weg zu einer Erstattung ist, bevor eine App das reguläre Verfahren durchlaufen hat.
4Prüfen Sie Ihre private oder betriebliche Versicherung an anderer Stelle
In Ländern ohne nationales Erstattungsprogramm sollten Sie prüfen, ob eine private Zusatzversicherung, eine Mutuelle oder ein betriebliches Gesundheitsprogramm digitale Therapeutika oder Telemedizin-Apps für psychische Gesundheit ausdrücklich als erstattungsfähige Kategorie aufführt.
Wenn Insomnie tatsächlich ein Atemproblem ist
Chronische Schlafprobleme sind nicht immer ein kognitives oder verhaltensbezogenes Problem, das allein durch CBT-I gelöst werden kann. Die Symptome einer Insomnie und eine nicht diagnostizierte Schlafapnoe stehen in engem Zusammenhang, sodass ein erheblicher Anteil der Patienten, denen wegen „Schlafproblemen“ eine DiGA oder ein NHS-CBT-I-Programm verschrieben wird, zuvor nie auf schlafbezogene Atmungsstörungen untersucht wurde. CBT-I schult Gedanken und Gewohnheiten rund um den Schlaf neu; einen körperlich verengten Atemweg öffnet sie nicht.
Einfache Screening-Instrumente gibt es bereits, darunter die Epworth-Schläfrigkeitsskala und der Berlin-Fragebogen. Beide werden in der hausärztlichen Versorgung häufig eingesetzt, um Patienten zu erkennen, bei denen vor oder parallel zum Beginn eines CBT-I-Programms eine Abklärung auf Schlafapnoe erforderlich sein könnte. Wenn Sie laut schnarchen, nach Luft schnappend oder würgend aufwachen, Ihnen ein Partner gesagt hat, dass Sie im Schlaf die Atmung aussetzen, oder Sie bei einem dieser Screenings positiv abschneiden, lohnt es sich, eine Apnoe-Abklärung anzufordern, statt anzunehmen, eine Insomnie-App werde die zugrunde liegende Ursache beheben.
Für Patienten, bei denen primäres Schnarchen oder eine leichte bis mittelschwere obstruktive Schlafapnoe bestätigt wurde – anstelle von oder zusätzlich zu einer Insomnie –, bietet ein weicher intranasaler Silikonstent wie Back2Sleep eine medikamentenfreie Option ohne kognitive Verhaltenstherapie mit einem anderen Wirkprinzip: Er ist ein CE-zertifiziertes Medizinprodukt der Klasse I, hält die Nasenwege über Nacht offen, ist rezeptfrei erhältlich und wird als Starterset mit vier Größen geliefert, damit die passende Größe gefunden werden kann. Er ist keine Behandlung gegen Insomnie und ersetzt keine CBT-I, kann aber die Schlafhygiene auf Seiten der Atemwege ergänzen, sobald eine schlafbezogene Atmungsstörung festgestellt wurde. Wer die Kosten des Produkts gegen das abwägt, was eine Versicherung übernimmt oder nicht übernimmt, sollte vor der Entscheidung anhand unseres praktischen Schritt-für-Schritt-Leitfadens zu Kosten und Versicherungsschutz von Nasenstents in Europa prüfen, was zuerst ausprobiert werden sollte.
- Schlaflosigkeit und eine nicht diagnostizierte Schlafapnoe treten häufig gemeinsam auf. Daher ist eine Untersuchung wichtig, bevor man davon ausgeht, dass eine alleinige CBT-I-Behandlung wirkt.
- Schnarchen, beobachtete Atemaussetzer oder ein auffälliger Wert im Epworth- oder Berlin-Fragebogen rechtfertigen eine Untersuchung auf Schlafapnoe.
- Ein Nasenstent wirkt einer Verengung der Atemwege entgegen. Er ist ein separater, ergänzender Ansatz zur CBT-I und kein Ersatz dafür.
Das sagen Nutzerinnen und Nutzer von Back2Sleep
Häufig gestellte Fragen
Ist Sleepio beim NHS kostenlos?
Sleepio ist in Schottland über den NHS und über mehrere englische Integrated Care Boards (ICBs), die sich für eine Finanzierung entschieden haben, kostenlos nutzbar – aufgrund einer NICE-Empfehlung aus dem Jahr 2022. Die Kostenübernahme gilt nicht automatisch im gesamten Vereinigten Königreich. Patientinnen und Patienten sollten daher vorab bei ihrer Hausärztin, ihrem Hausarzt oder ihrem örtlichen ICB nachfragen, bevor sie von einem Zugang ausgehen.
Wie viel kostet Somnio in Deutschland und wird es von der Krankenversicherung übernommen?
Somnio wird von der deutschen gesetzlichen Krankenversicherung (Krankenkasse) vollständig zum Festpreis von 224,99 € für eine 90-Tage-Verordnung erstattet und ist im DiGA-Verzeichnis des BfArM aufgeführt. Patientinnen und Patienten benötigen ein Rezept von einer Ärztin, einem Arzt oder einer Psychotherapeutin bzw. einem Psychotherapeuten und zahlen über die üblichen Zuzahlungsregeln hinaus nichts.
Welche CBT-I-Apps sind in Deutschland als DiGA-Apps zugelassen?
Somnio und Somnovia sind derzeit die beiden auf Schlaflosigkeit fokussierten Apps, die im Verzeichnis des BfArM in Deutschland als zugelassene DiGA (Digitale Gesundheitsanwendungen) aufgeführt sind. Beide können von jedem Arzt oder Psychotherapeuten verordnet werden und werden automatisch von jeder gesetzlichen Krankenkasse bundesweit erstattet – anders als in den meisten anderen europäischen Märkten.
Erstattet Frankreich digitale Therapie-Apps gegen Schlaflosigkeit?
Frankreich verfügt seit 2026 über keinen regulären Erstattungsweg für CBT-I-Apps, da keine von ihnen das gewöhnliche Verfahren des droit commun durchlaufen hat. Der einzige Erstattungsweg ist PECAN (forfait innovation numérique), ein begrenztes Programm für den frühen Zugang, das gemäß einer Zahlungsverordnung aus dem Jahr 2024 auf 780 € pro Patient und Jahr begrenzt ist und im Einzelfall gewährt wird.
Wird CBT-I in Europa von der Versicherung übernommen?
Die Kostenübernahme variiert je nach Land erheblich. Deutschland bietet über DiGA eine vollständige Erstattung auf nationaler Ebene, das Vereinigte Königreich ermöglicht in einigen NHS-Regionen einen kostenlosen Zugang, Frankreich bietet lediglich eine begrenzte Übergangslösung, und Italien, Spanien, die Niederlande sowie Belgien verfügen derzeit über keinerlei nationales Erstattungsprogramm.
Benötigen Sie ein Rezept für eine DiGA-App gegen Schlaflosigkeit?
Ja, für die Verordnung einer DiGA in Deutschland muss ein Arzt oder Psychotherapeut diese ausstellen, typischerweise unter Verwendung eines ICD-10-Diagnosecodes im Zusammenhang mit Schlaflosigkeit, etwa F51 oder G47.0. Patienten können bestimmte DiGA-Apps auch direkt bei ihrer Krankenkasse beantragen, wenn sie eine Diagnosebestätigung vorlegen, ohne Überweisung durch einen Facharzt.
Was ist der Berlin-Fragebogen und warum ist er vor Beginn einer CBT-I wichtig?
Der Berlin-Fragebogen ist ein kurzer Screeningtest, der in der primärmedizinischen Versorgung eingesetzt wird, um anhand von Schnarchen, Müdigkeit und der Blutdruckanamnese Patienten mit einem Risiko für obstruktive Schlafapnoe zu erkennen. Ein Screening vor einer CBT-I ist wichtig, weil eine App keine Schlaflosigkeit beheben kann, die mit einer unerkannten Atemwegsobstruktion zusammenhängt.
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